E-Rechnung in Ungarn: Fristen und Regeln

Auf einen Blick

Ungarn verlangt seit 2018 bis 2021 die Echtzeit-Meldung aller Rechnungen an die NAV (Online Számla, XML 3.0). E-Rechnungspflichten gelten nur für Branchen (Strom und Gas seit Juli 2025, Wasser seit Januar 2026); ein allgemeines B2B-Mandat ist nur ein Konzept ohne Gesetz.

Für den Umsatzsteuer-Status „Umsatzsteuerpflichtig“.
GrößenklasseEmpfangen seitAusstellen ab
Alle Unternehmen (keine Umsatzschwelle)Derzeit keine Pflicht Gesetz Quelle: VATupdate · 02.05.2026 · geprüft 15.10.2026 · sekundär

Geprüft:

Wer ist betroffen?

Geltungsbereich: Keine allgemeine Empfangspflicht im B2B-Bereich

Stufen der Ausstellungspflicht

Kleinunternehmerregelung: In der Recherche nicht erfasst

Muss E-Rechnungen empfangen: nein · Muss E-Rechnungen ausstellen: nein

Es gilt keine allgemeine E-Rechnungspflicht. Die Echtzeit-Meldepflicht gilt für alle Rechnungen unabhängig von der Unternehmensgröße.

Modell und Plattform

Hybrid (staatliche Plattform und private Anbieter)

Plattform: NAV Online Számla (Echtzeit-Rechnungsmeldung, Real-Time Invoice Reporting, RTIR)

Rechnungen werden frei zwischen den Parteien ausgetauscht; die Rechnungsdaten werden über die Schnittstelle NAV Online Számla in Echtzeit an die Steuerbehörde gemeldet.

Formate und Netzwerke erklärt

Formate

E-Rechnungsformate in Ungarn
FormatSyntaxVersionMuss angenommen werdenHinweise
NAV Online Számla XMLNAV XML3.0jaFormat der Echtzeit-Datenmeldung an die NAV, nicht des Rechnungsdokuments selbst. Quelle: VATupdate · 02.05.2026 · geprüft 15.10.2026 · sekundär

Kanäle und Zulassung

Übermittlungskanäle in Ungarn
KanalArtPflichtHinweise
Schnittstelle NAV Online SzámlaAPI / PlattformjaEchtzeit-Meldung von Rechnungsdaten.

Zulassung von Anbietern

Keine Zulassung · Erforderlich: nein

Von der Recherche nicht abgedeckt. Quelle: interne Recherche · 15.10.2026 · geprüft 16.10.2026 · sekundär

ungeprüftWir haben dies in Sekundärquellen gefunden oder die Quellen widersprechen sich; im amtlichen Text ist es noch nicht bestätigt.

Empfangen: So erreichen Sie Rechnungen

Empfangspflicht: Derzeit keine Pflicht keine Quelle: VATupdate · 02.05.2026 · geprüft 15.10.2026 · sekundär

Senden: Was Ihre Kunden erwarten

Zu erzeugende Formate: NAV Online Számla XML

Öffentlicher Sektor

E-Rechnung an öffentliche Auftraggeber seit Gesetz Quelle: interne Recherche · 15.10.2026 · geprüft 16.10.2026 · sekundär

ungeprüftWir haben dies in Sekundärquellen gefunden oder die Quellen widersprechen sich; im amtlichen Text ist es noch nicht bestätigt. Zu den ungeprüften Angaben

In der Recherche nicht erfasst

Formate: EN 16931

EU-Mindeststandard aus der Richtlinie 2014/55/EU: Zentrale Regierungsstellen empfangen ab 18. April 2019 Rechnungen nach EN 16931. Die nationale Plattform und das Umsetzungsdatum wurden nicht erfasst.

Großkunden auf SAP Business Network, Coupa, Tungsten oder Basware: siehe Integrationen.

Meldepflichten

Gesetz Quelle: VATupdate · 02.05.2026 · geprüft 15.10.2026 · sekundär

Echtzeit-Meldung aller Rechnungen an die NAV über Online Számla, schrittweise eingeführt 2018 bis 2021. Meldung von B2C-Belegdaten ab 1. September 2026.

Aufbewahrung

Aufbewahrungsfrist: 8 Jahre Quelle: Jogtár (Wolters Kluwer, consolidated Hungarian law) · 15.09.2026 · geprüft 16.10.2026 · sekundär

ungeprüftWir haben dies in Sekundärquellen gefunden oder die Quellen widersprechen sich; im amtlichen Text ist es noch nicht bestätigt. Zu den ungeprüften Angaben

Die Frist beginnt: Rechnungslegung: im Gesetz nicht angegeben; Umsatzsteuer: an die Verjährungsfrist geknüpft (etwa 5 Jahre ab Ende des Jahres, in dem die Erklärung fällig war)

  • Rechnungslegungsgesetz C/2000 §169: 8 Jahre (Sekundärquelle). Das Umsatzsteuergesetz CXXVII/2007 §179 knüpft die Aufbewahrung an die steuerliche Verjährungsfrist (etwa 6 Jahre), daher sind 8 Jahre maßgeblich.
  • Unterlagen sind an dem der NAV gemeldeten Ort aufzubewahren (Art. §78); elektronische Dokumente dürfen nur elektronisch aufbewahrt werden (§179(2)). Die Meldung über Online Számla ersetzt nicht die eigene Aufbewahrung durch den Steuerpflichtigen.

Integrationspunkte

  • Schnittstelle NAV Online Számla (Jeder Rechnungsaussteller, über Software): Echtzeit-Meldung von Rechnungsdaten.

Verbreitete Buchhaltungs- und Rechnungsprogramme

Számlázz.hu · Billingo · Kulcs-Soft · RLB

Was das für Sie bedeutet

Abgeleitet aus den Entscheidungsregeln unserer Prüfung für vier typische Profile. Ihre Antworten können abweichen; prüfen Sie Ihren Fall.

Lieferant von Großkunden auf Einkaufsnetzwerken

Empfangen
Derzeit keine Pflicht
Ausstellen
Branchenpflicht; keine Umsatzschwelle Gesetz Quelle: VATupdate · 02.05.2026 · geprüft 15.10.2026 · sekundär
Branchenpflicht; keine Umsatzschwelle Gesetz Quelle: VATupdate · 02.05.2026 · geprüft 15.10.2026 · sekundär
Nächster Schritt
Beschaffen Sie eine Peppol-ID und prüfen Sie, welches Netzwerk jeder Kunde nutzt.
Dieses Profil in der Prüfung öffnen

Pflichten für Ungarn prüfen

Termine

Termine anzeigen für
  1. Beginn der Echtzeit-Meldung von Rechnungen (Online Számla), schrittweise Einführung bis 2021 Gesetz Quelle: VATupdate · 02.05.2026 · geprüft 15.10.2026 · sekundär
    Unternehmen, die Rechnungen ausstellen · Melden
  2. Zentrale Regierungsstellen empfangen E-Rechnungen nach EN 16931 (Mindeststandard der Richtlinie 2014/55/EU) Gesetz Quelle: interne Recherche · 15.10.2026 · geprüft 16.10.2026 · sekundär
    ungeprüftWir haben dies in Sekundärquellen gefunden oder die Quellen widersprechen sich; im amtlichen Text ist es noch nicht bestätigt. Zu den ungeprüften Angaben
    Lieferanten öffentlicher Auftraggeber · Öffentlicher Sektor, Empfangen
  3. E-Rechnung verpflichtend für Strom- und Gaslieferanten mit Rechnungen an nicht private Abnehmer Gesetz Quelle: VATupdate · 02.05.2026 · geprüft 15.10.2026 · sekundär
    Strom- und Gaslieferanten · Ausstellen
  4. E-Rechnung verpflichtend für Wasserversorger (Regierungsverordnung 159/2025) Gesetz Quelle: VATupdate · 02.05.2026 · geprüft 15.10.2026 · sekundär
    Wasserversorger · Ausstellen
  5. Meldung von B2C-Belegdaten Gesetz Quelle: VATupdate · 02.05.2026 · geprüft 15.10.2026 · sekundär
    Unternehmen, die B2C-Belege ausstellen · Melden
  6. Allgemeine B2B-E-Rechnungspflicht (nur Konzept; 2027, 2028 und 2030 erscheinen alle in den Quellen) vorgeschlagen Quelle: VATupdate · 02.05.2026 · geprüft 15.10.2026 · sekundär
    ungeprüftWir haben dies in Sekundärquellen gefunden oder die Quellen widersprechen sich; im amtlichen Text ist es noch nicht bestätigt. Zu den ungeprüften Angaben
    Inländische B2B-Rechnungen · Ausstellen, Empfangen
  7. ViDA: strukturierte E-Rechnung und digitale Meldung für innergemeinschaftliche B2B-Lieferungen; die Zusammenfassende Meldung entfällt Gesetz Quelle: European Commission, DG TAXUD · 11.03.2025 · geprüft 15.10.2026 · amtlich
    Alle Unternehmen in der EU mit innergemeinschaftlichen B2B-Lieferungen · Ausstellen, Empfangen, Melden · EU

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Pflichten prüfen

Quellen

  1. 2007. évi CXXVII. törvény az általános forgalmi adóról, §168/A, §179 · Jogtár (Wolters Kluwer, consolidated Hungarian law) · 15.09.2026 · geprüft 16.10.2026 · sekundär
  2. Hungary e-invoicing 2026: key dates, RTIR, sector mandates and compliance requirements · VATupdate · 02.05.2026 · geprüft 15.10.2026 · sekundär
  3. E-invoicing legislation research, status as of 15 October 2026 (internal evidence log) · einvoice project · 15.10.2026 · geprüft 16.10.2026 · sekundär · internes Dokument docs/research/einvoicing-legislation-2026-10.md
  4. Adoption of the VAT in the Digital Age package · European Commission, DG TAXUD · 11.03.2025 · geprüft 15.10.2026 · amtlich

Ungeprüfte Angaben

Wir haben dies in Sekundärquellen gefunden oder die Quellen widersprechen sich; im amtlichen Text ist es noch nicht bestätigt.

  • Datum der allgemeinen B2B-Pflicht: 2027, 2028 und 2030 erscheinen alle in den Quellen; der Wert 2030 ist der früheste plausible, und das Konzept ist nicht verabschiedet.
  • B2G: Die Recherche beschreibt keine ungarischen B2G-Regeln; dargestellt ist der Mindeststandard der EU-Richtlinie 2014/55/EU, Plattform und Umsetzungsdatum nicht erfasst.
  • Zulassung für Softwareanbieter, Sanktionen und Regeln für Kleinunternehmer sind von der Recherche nicht abgedeckt.
  • onlineszamla.nav.gov.hu wurde als amtliche Quelle genannt, es wurde jedoch kein Deep Link erfasst.
  • Aufbewahrung: Die 8-jährige Frist nach Rechnungslegungsrecht (Gesetz C/2000 §169) konnte auf njt.hu nicht gelesen werden; nur Sekundärquellen.

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